Berufliche Oberschule Starnberg - Staatliche Fachoberschule

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Staatliche Fachoberschule Starnberg
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21. Oktober 2026

Klassenfahrt nach Leipzig: Drei Tage voller Geschichte, Gemeinschaft und guter Laune

Tag 1: Mit Verspätung nach Leipzig und Karaoke bis in den Abend

Los ging es am Bahnhof Starnberg. Noch bevor die Reise richtig begonnen hatte, zeigte uns die Deutsche Bahn, dass sie ebenfalls Teil des Abenteuers sein wollte: Bereits die erste Regionalbahn kam verspätet an. Nach dem Umstieg in München konnten wir aber erst einmal durchatmen. Dort gab es den ersten Kaffee des Tages für die Lehrkräfte und die letzten Mitglieder unserer Reisegruppe stießen zu uns.

Am Nachmittag erreichten wir schließlich Leipzig. Besonders erfreulich: Unser Hotel befand sich direkt neben dem Hauptbahnhof, sodass sich niemand mit schwerem Gepäck durch die halbe Stadt kämpfen musste.

Nach einer kurzen Freizeit trafen wir uns im Haus an der Runden Ecke, dem ehemaligen Sitz der Leipziger Stasi. Die Ausstellung vermittelte eindrucksvoll, wie umfassend die Überwachung in der DDR war. Besonders spannend waren die zahlreichen originalen Ausstellungsstücke. Eindrucksvoll dargestellt wurde auch die Situation junger Menschen, die unter der Kontrolle und Bespitzelung des Staates litten. Geschichte wurde hier auf sehr anschauliche Weise greifbar.

Am Abend erreichte Herrn Dölker und Frau Stöhr eine äußerst nachdrückliche Einladung der Schülerinnen und Schüler, doch noch in einer Karaoke-Bar vorbeizuschauen. Nach kurzer Beratung wurde ein Taxi bestellt, ein Zwischenstopp am Geldautomaten eingelegt, und wenig später trafen die Lehrkräfte in der Bar ein.

Die Schülerinnen und Schüler waren bereits in Bestform. Die Bühne wurde erobert, gemeinsam wurden zahlreiche Lieder gesungen, und die Stimmung war hervorragend. Für einen kleinen Aufreger sorgte allerdings der Türsteher: Zwei Schüler wurden tatsächlich nicht eingelassen, weil sie Jogginghosen trugen. Trotz engagierter diplomatischer Bemühungen seitens der Lehrkräfte blieb der Mann an der Tür unnachgiebig. Das Urteil der Klasse war eindeutig: Eine negative Google-Bewertung schien mehr als gerechtfertigt.

Etwas später als ursprünglich vereinbart machte sich die gesamte Gruppe schließlich gemeinsam auf den Rückweg ins Hotel.

Tag 2: Butter, Goethe und Mephisto

Der zweite Tag begann mit einer Stadtführung durch Leipzig. Unser Stadtführer war zwar an einigen Stellen etwas schräg, verfügte jedoch über ein beeindruckendes Wissen und verstand es ausgezeichnet, die Stadtgeschichte lebendig zu erzählen.

Nun wissen wir unter anderem, warum „alles in Butter ist“, welche versteckten Wege durch die Leipziger Innenstadt führen und welche Liebesgeschichten Johann Wolfgang von Goethe während seiner Leipziger Zeit erlebt hat. Ebenso lernten wir, wie Mephisto, der berühmte Teufel aus Goethes „Faust“, in Leipzig dargestellt wird.

Nach dieser spannenden Entdeckungstour blieb Zeit für eigene Erkundungen, bevor wir uns am Abend gemeinsam in einer Pizzeria trafen. Dort erwarteten uns riesige, sehr leckere Pizzen und erfrischende alkoholfreie Cocktails.

In entspannter Atmosphäre verbrachten wir einen rundum gelungenen Abend. Es wurde viel gelacht, aber auch erstaunlich ernsthaft über Politik, Schule und das Leben diskutiert. Solche Gespräche gehören oft zu den schönsten Momenten einer Klassenfahrt, denn man lernt sich gegenseitig noch einmal von einer ganz anderen Seite kennen.

Den restlichen Abend konnten die Schülerinnen und Schüler selbst gestalten. Wie bereits am Vortag verlief alles problemlos, und selbstverständlich waren alle pünktlich wieder im Hotel.

Tag 3: Lange Kartenspielrunde in der Bahn

Am letzten Morgen hieß es Koffer packen. Nach dem Frühstück machten wir uns gemeinsam auf den Weg zum Bahnhof und traten die Heimreise an.

Die Rückfahrt entwickelte sich schnell zu einer wahren Spielhölle. Über vier Stunden hinweg wurde nahezu ununterbrochen Karten gespielt. Wer gerade nicht spielte, diskutierte Regeln, plante die nächste Runde oder schlief den Schlaf des Gerechten. Die Zeit verging dadurch überraschend schnell.

Am Ende bleiben viele schöne Erinnerungen an drei gelungene Tage in Leipzig. Unsere Schülerinnen und Schüler waren während der gesamten Fahrt ausgesprochen freundlich, hilfsbereit und verantwortungsbewusst. Sie gingen respektvoll miteinander um, waren untereinander und gegenüber den Lehrkräften stets offen und trugen wesentlich dazu bei, dass die Reise so angenehm verlief.

Ob beim gemeinsamen Sightseeing, beim Shoppen in der Innenstadt, während der vielen Gespräche oder beim Karaoke-Abend: Es gab zahlreiche lustige, interessante und schöne Momente.

So kehrten wir zwar müde, aber mit vielen neuen Eindrücken und guten Erinnerungen nach Hause zurück. Leipzig war definitiv eine Reise wert.