
25. März 2026
Zeitzeugin Martina Schoeneuch berichtet über das Leben in der DDR
Am 17. März 2026 besuchte die Zeitzeugin Martina Schoeneich die FOS Starnberg und berichtete vor drei elften Klassen eindrucksvoll über ihr Leben in der DDR. Im Rahmen des Geschichtsunterrichts schilderte sie anschaulich die schwierigen Lebensbedingungen, die von staatlicher Kontrolle, Mangelwirtschaft und ideologischer Beeinflussung geprägt waren.
Besonders bewegend war ihr Bericht über den Ausreiseantrag, den sie 1979 gemeinsam mit ihrem Mann stellte. Dieser Schritt hatte schwerwiegende Folgen: Überwachung durch die Stasi, Verhöre sowie der Verlust von Arbeit und Eigentum. Erst 1981 gelang der Familie schließlich die Ausreise in die Bundesrepublik.
Einblicke in ihre später eingesehenen Stasi-Akten verdeutlichten das Ausmaß der Überwachung bis in den Alltag hinein. Im anschließenden Gespräch beantwortete Frau Schoeneich zahlreiche Fragen und betonte die Bedeutung demokratischer Werte sowie die Gefahr, die DDR zu verklären.