Fachpraktische Ausbildung


„Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen,

sondern möglich machen."

(Antoine de Saint-Exupery)


Der Praxisbezug in der 11. Jahrgangsstufe ist ein wichtiger Baustein an der Fachoberschule. Die fachpraktische Ausbildung (fpA) soll Ihnen bei der Berufs- und Studienwahl helfen. Sie erwerben erste Erfahrungen im Berufsleben und entwickeln so für die Arbeitswelt wichtige Kompetenzen. In zwei schulbegleitenden Praktika können Sie erproben, ob Sie in dem ausgewählten Beruf oder in der jeweiligen Branche richtig sind.

 

Im Rahmen der fpA absolvieren Sie schulbegleitend zwei Praktika, die jeweils in zweiwöchigen Blöcken abwechselnd zum regulären Unterricht stattfinden. Zum Halbjahr findet ein Praktikumswechsel statt. Das Praktikum wird durch diverse Veranstaltungen ergänzt, wie z.B. Betriebsbesichtigungen, Messebesuche, Besuch einer Hochschule oder ein Training über Assessmentcenter.


Das Praktikum wird in qualifizierten Ausbildungsstellen durchgeführt, in der Ausbildungsrichtung Wirtschaft und Verwaltung im erwerbs- und gemeinwirtschaftlichen Bereich (Betriebe, Verwaltung, Behörde etc.), in der Ausbildungsrichtung Sozialwesen im erzieherischen, heilpädagogischen, pflegerischen oder sozialpädagogischen Bereich.


Die fachpraktische Ausbildung setzt sich aus drei Bereichen zusammen, die jeweils einzeln bewertet werden:

  1. Praktische Tätigkeit in einer Praktikumsstelle (das eigentliche Praktikum)
  2. Praxisanleitung: Ergänzende Veranstaltungen in der Schule oder Exkursionen, wie z.B. Betriebsbesichtigungen, Messebesuche, etc.
  3. Vertiefender Unterricht, je nach Ausbildungsrichtung:
  • Wirtschaft und Verwaltung: anwendungsorientierte Lösung betrieblicher Aufgaben im EDV-Unterricht
  • Sozialwesen: Musik und Kunst im Kontext Sozialer Arbeit sowie sozialpraktische Übungen.

Das Praktikum findet in der 11. Klasse in zweiwöchigen Blöcken abwechselnd zum Unterricht statt und umfasst ca. die Hälfte der Unterrichtszeit. Jede Schülerin und jeder Schüler wird von einer Betreuungslehrkraft im Praktikum betreut. Sie behalten während des Praktikums Ihren Schülerstatus bei.

Die fachpraktische Ausbildung wird in jedem Halbjahr einzeln bewertet. Das Bestehen der fpA ist Voraussetzung für das Bestehen der Probezeit (Ende des ersten Schulhalbjahres) und für das Vorrücken in die 12. Klasse.

 

Die Noten aus der fpA fließen in den Abiturschnitt mit ein.


Die fachpraktische Ausbildung in der Ausbildungsrichtung „Internationale Wirtschaft“

Ab dem Schuljahr 2019/20 bieten wir erstmals die Ausbildungsrichtung „Internationale Wirtschaft“ an. Das Praktikum in dieser Ausbildungsrichtung soll nach Möglichkeit in einem international ausgerichteten Praktikumsbetrieb absolviert werden. Dieses Kriterium wird dann erfüllt, wenn das Unternehmen internationale Geschäftspartner (z.B. Lieferanten, Kunden, sonstige Kooperationspartner) oder sogar eine Geschäftsstelle (z.B. eine Filiale) im Ausland hat. Dabei ist es nicht zwingend erforderlich, dass der Praktikant in direktem Kontakt zum Geschäftspartner im Ausland steht.

Internationales Praktikum im Ausland

Es besteht die Möglichkeit, dass die Schüler der Ausbildungsrichtung „Internationale Wirtschaft“ ein zweiwöchiges Betriebspraktikum im Ausland absolvieren. Wir bemühen uns intensiv darum, dass wir unseren Schülern bereits im Juli 2020 ein Auslandspraktikum in einem spanischen Unternehmen ermöglichen. Dieser Aufenthalt wird unabhängig von der regulären Praktikumsstelle finanziert und durch die Schule über einen Projektpartner organisiert.


Der Aufenthalt in Spanien wird von einem Sprachkurs und einem internationalen Schulprojekt abgerundet. Die Begleitung durch eine sprachkundige Betreuungslehrkraft ist ebenfalls vorgesehen. Weitere Informationen zur Unterkunft, Verpflegung, Fahrt und zu den voraussichtlichen Kosten erhalten die Schüler so bald wie möglich, voraussichtlich zu Beginn des Schuljahres 2019/20.